Reisezeit bei Triathleten, von Hassbergen und grünen Höllen

Es schien ausnahmsweise mal alles zusammen zu gehen.
Zwischenübernachtung auf der Heimreise, dort wird just an diesem Tag der erster Triathlon -genannt Mainathlon- veranstaltet, und man benötigt ein MTB, das war ja dabei vom Bergurlaub, toll, passt scho!


Also vor der Abreise schnell mal angemeldet, die Frist dazu lief ja schon ab, und um den Rest kümmern wir uns später, wenn es wieder heimwärts gehen soll. Allerdings bemühte man dann doch schon am Urlaubsort den Google und war dann etwas alarmiert ob der Streckenbeschreibungen für das „Zwischenstopp-Event“. Schwimmen im Main-Nebenarm,-OK. Konkret hatte jedoch das Höhenprofil der Radstecke (23Km) Sägeblattcharakter und ein besonders scharfer, weil steiler Zahn sogar einen Namen, der „Grüne Hölle“(42%Steigung) lautete. Später am Austragungsort wurde das Szenario noch durch die uns bekannten Umgebungstemperaturen dieses Sommers abgerundet. Jedenfalls machten einem die Veranstalter durch ihre Streckenwahl, die kaum eine Nachbargemeinde ausließ und immer mit dem Gefälle Mainniederung /-Hochland spielte klar, wie für diesen Landstrich der Name Haßberge entstanden sein könnte. Diese besondere Art der Organisatoren ihre Heimatverbundenheit zu vermitteln setzte sich beim Lauf-Part fort. Hier war in einem Abschnitt, Fritzlarer stellen sich mal von der Lauf-Charakteristik her 4x die Ziegentreppchen vor, vom Main zu einer Burgruine zu laufen um dann wieder nach 6,7 Km in diese zurück zu kehren.
Nachdem sich diese Hürden so nach und nach immer deutlicher abzeichneten war klar, die Devise lautete, hier geht’s ums Durchkommen.
Und das schaffte Sylvia Lühr- Schmitt auch ganz super als 2. ihrer AK in 02:32:20 h.
Gratulation zur gelungenen Freizeitgestaltung beim Zwischenstopp, bei der Heimreise.
Was hier aber nicht zu kurz kommen darf ist die Hochachtung den Organisatoren und nahezu der gesamten Bevölkerung der Region gegenüber. Was die alle zusammen auf die Beine stellten kann hier nicht in passende Worte gefasst werden. In jedem Ortsteil Volksfeststimmung an der Strecke, Restaurants und jegliche Art von Vereine unterhielten Verpflegungspunkte an der Rennstrecke, Privatleute verteilten von ihrem Grundstück weg Wasserbecher oder hatten die Gartendusche sprühbereit.
Einfach sensationell.
Ich hatte den Eindruck, die Region eifert mit Erfolg der viel beschriebenen Herzlichkeit und „Proud to Help“-Stimmung der nahen Challenge Roth nach.
Und…. nahezu 100 Staffelteams aus echten Hobbysportlern stellten sich ihren Haßbergen.
Das die “After-Race-Party“ auch noch Nordhessische Dimensionen in Punkto Besucher übertraf.
Weist- eeh? Oder? Wir haben jedenfalls viel mehr von diesem Tag mitgenommen, als das Finisher-Shirt.
Vielen Dank Eltmann!